Schlafen bei Psoriasis

Schlaf ist wichtig. So viel weiß jeder. Wenn du einmal schlecht geschlafen hast, dann ist der nächste Tag umso anstrengender. Dies liegt daran, dass der Körper besonders im Tiefschlaf regeneriert. Leidest du nun an Psoriasis, kommen einige Faktoren hinzu, die das Schlafen manchmal beeinflussen können.

Warum schlafen so wichtig ist

Gerade im Schlaf kann sich unser Körper entspannen und regenerieren. Bist du zum Beispiel krank, ist Schlafen oft die beste Medizin, um schnellstmöglich wieder fit zu werden. Sobald wir Schlaf benötigen, signalisiert uns diesen Umstand unser Körper und schüttet das Hormon Melatonin aus. Dieses macht müde und versetzt dich Stück für Stück in eine Ruhephase, bis du einschläfst. Wenn du genügend Schlaf bekommest, ist alles gut. Du fühlst dich erholt, leistungsbereit und kannst über dich hinauswachsen. Aber vielleicht hattest du auch schon einmal eine Zeit, in der du nicht richtig schlafen konntest. Das kann viele Ursachen haben. Eventuell hat dich ein Gedanke eine, oder auch mehrere Nächte wach gehalten. Oder aber dein Nachbar hat die ganze Nacht laut Musik gehört? Du stehst am nächsten Morgen auf und fühlst dich wie gerädert. Tätigkeiten, die dir normalerweise leicht von der Hand gehen, fallen dir schwer. Deine geistige Leistungsfähigkeit ist limitiert und beschränkt sich auf das Nötigste. Gerade bei Psoriasis kommen einige Gründe hinzu, die einen tiefen und erholsamen Schlaf negativ beeinflussen. Diese stellen wir in den nächsten Absätzen vor.

Juckreiz und Schmerz verhindern Schlaf

Eines der offensichtlichsten Symptome von Psoriasis ist der Juckreiz (was du gegen Jurckreiz tun kannst, erfährst du hier). Deine Haut juckt und juckt und juckt. Gerade wenn du nicht durch irgendetwas abgelenkt wirst, bemerkst du den Juckreiz umso deutlicher. So ist es auch, wenn du im Bett liegst und dich aufs Schlafen konzentrieren möchtest. Vielleicht schläfst du sogar kurz ein, wirst aber durch das Kratzen im Halbschlaf wieder aufgeweckt. Mit Schmerz verhält es sich ähnlich. Wenn deine Plaques besonders schmerzempfindlich sind, tut oftmals die kleinste Berührung weh. Sobald du dich im Bett also bewegst, ist die Chance hoch, dass genau dies passiert. Oder aber du findest keine Position, die bequem genug ist, um in die Tiefschlafphase zu kommen.

Die Gedanken-Schleife

Dies führt uns direkt zum nächsten Punkt. Manchmal passiert es, wenn du nicht direkt einschlafen kannst, dass du dich in deinen Gedanken verlierst. Erst juckt es dich, so dass du nicht direkt einschlafen kannst. Du drehst und wälzt dich im Bett, siehst ständig auf die Uhr. Die Gedanken verlieren sich in einem Art Teufelskreis, einer Schleife. Wenn du jetzt nicht sofort einschläfst, dann ist der Tag morgen gelaufen, denkst du dir. Der Blick auf den Wecker zeigt, dass es nur noch vier Stunden bis zum Aufstehen sind und das Stressniveau steigt weiter an. An Schlafen ist dann kaum noch zu denken.

Psychische Probleme und der Einfluss auf deinen Schlaf

Wie einleitend bereits erwähnt, spielen die Psyche sowie emotionale Faktoren ebenso eine Rolle, wenn es um Schlaf geht. Dabei sind psychische Erkrankungen, wie zum Beispiel Depressionen, eine der häufigsten Begleiterkrankungen von Psoriasis. Wenn du also feststellst, dass sich die Hautkrankheit auf deine psychische Gesundheit oder dein Selbstbewusstsein auswirkt, dann kann dies auch zu einem schlechten Schlaf führen (der Zusammenhang von Psoriasis und der Psyche wird auch im World Psoriasis Happiness Report 2017 untersucht). Viele Patienten erreichen somit die so wichtige Tiefschlafphase nicht mehr und wachen schneller durch Juckreiz oder eine schmerzende Haut auf. Sowohl mit einer psychischen Erkrankung, als auch zu wenig Schlaf, sinkt übrigens auch deine Toleranz gegenüber Juckreiz, Schmerzen und Unwohlbefinden. Dies wiederum kann zu erhöhtem Kratzen, einem stärkerem Schmerzgefühl und weniger Schlaf führen.

Psoriasis und Schlafapnoe

Zwar braucht es noch deutlich mehr belastbare Forschung, jedoch deuten die bisherigen Ergebnisse darauf hin, dass Psoriasis verstärkt zu einer Schlafapnoe führen kann. Bei anderen Entzündungserkrankungen, wie beispielsweise Gelenkrheumatismus, zeigt sich ebenfalls eine erhöhte Rate. Schlafapnoe führt dazu, dass du im Schlaf unbeabsichtigt die Luft anhältst. Dies kann bis zu mehrere Minuten andauern. Nachdem der Körper Alarm schlägt, wacht der Schlafende kurz auf und holt Luft. Somit wird auch der Schlaf massiv gestört und kann zu einer Tagesmüdigkeit führen, welche deine Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit negativ beeinflusst. Besonders bei lautem Schnarchen ist die Schlafapnoe deutlich wahrzunehmen, da das Schnarchen unterbrochen wird. Mehr über Schlafapnoe erfährst du zum Beispiel hier.