Psoriasis in den Augen

Psoriasis stellt nicht nur eine Hautkrankheit dar, sondern kann auch weitreichende Folgen auf unsere Gelenke und sogar auf unsere Augen haben. Dies ist insbesondere bei Psoriasis Arthritis der Fall. Leider ist es vielen Betroffenen nicht bewusst, dass Psoriasis in den Augen auftreten kann. Dies führt dazu, dass viele Augenbeschwerden oft nicht ernst genug genommen werden – was jedoch fatal ist. Inwiefern die Erkrankung deine Augen betreffen kann, liest du hier.

Jedes Augenproblem unbedingt ernstnehmen

Sobald der Begriff Psoriasis aufkommt, verbindet man diesen meistens nur mit einer Erkrankung der Haut. Was vielen aber nicht bewusst ist, ist, dass die chronische Erkrankung oft auch Begleiterkrankungen mit sich bringen kann – auch unsere Augen. Dies ist insbesondere bei Betroffenen mit Psoriasis Arthritis häufig zu beobachten. Hierbei reichen die Beschwerden von einem trockenen Auge (Sycca-Syndrom) bis hin zu schweren Entzündungen im Augeninneren (Uveitis).

In unserem Artikel ,,Psoriasis in den Augen: Worauf solltest du achten?” erfährst du, welche Aspekte es in diesem Zusammenhang unbedingt zu beachten gilt. Zudem wollen wir dir auch einige Tipps sowie vorbeugende Maßnahmen mit an die Hand geben. Diese dienen der notwendigen und  rechtzeitigen Behandlung der Beschwerden und können hier auch präventiv wirken.

Uveitis: eine nicht zu unterschätzende Begleiterscheinung der Psoriasis

Die Uveitis stellt eine nicht seltene Begleiterscheinung der Psoriasis dar. Hierbei liegt eine Entzündung der Gefäßhaut des Auges vor. Betroffen sein können daher die Aderhaut, die Iris oder auch die Strahlenkörper. Schuppenflechte-Geplagte haben vergleichsweise zu Nichtbetroffenen ein drei- bis sogar vierfaches Risiko um an einer Uveitis zu erkranken. Insbesondere bei Menschen mit Psoriasis Arthritis ist die Augenentzündung häufig zu beobachten.

Sollten bei dir die folgenden Symptome auftreten, dann könnten diese ein Indiz für eine Uveitis sein: starke Lichtempfindlichkeit, verschwommenes Sehen oder gerötete Augen. In diesem Fall solltest du unbedingt einen Augenarzt aufsuchen, so dass eine rechtzeitige Behandlung der Augenentzündung erfolgen kann. Das tückische bei der Uveitis ist jedoch, dass sie erfahrungsgemäß unbemerkt verläuft.

Somit bleiben die oben genannten Symptome oft unerkannt. Daher ist es umso wichtiger, auch das kleinste Augenproblem wahrzunehmen. Denn eine Uveitis kann weitreichende Folgen haben. So kann diese nicht nur zu Schmerzen oder Folgeerkrankungen (z. B. Glaukom bzw. Gründer Starr) führen, sondern im schlimmsten Fall sogar zum Verlust des Augenlichts. In Deutschland stellt die Uveitis die zweithäufigste Ursache für einen Sehverlust dar.

Wie lässt sich die Uveitis behandeln?

Uveitis in Verbindung mit Psoriasis oder Psoriasis Arthritis erfordert immer eine intensive Behandlung der Augen, um die Entzündungen so gut wie möglich zu reduzieren. Daher werden für die Therapie der Uveitis generell entzündungshemmende bzw. kortisonhaltige Präparate verabreicht. Meist in Form von Augentropfen oder Salben. Aber auch spezifische Medikamente gegen Schuppenflechte können bei der Augenentzündung sehr nützlich sein. Der Vorteil hierbei ist, dass weniger kortisonhaltige Mittel zur Behandlung eingesetzt werden müssen. Im Falle einer Uveitis solltest grundsätzlich eine Absprache zwischen dem Hautarzt und dem Augenarzt stattfinden. Denn nur so kann ein aufeinander abgestimmter Therapieplan aufgestellt werden, der sich einerseits positiv auf die Uveitis auswirkt und andererseits die Psoriasis nicht verschlimmert.

Psoriasis und trockene Augen

Neben einer möglichen Uveitis gibt es für viele Psoriasis-Geplagte eine weitere Last, nämlich das Problem mit trockenen Augen. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang vom Sycca-Syndrom, das oft mit der Schuppenflechte einhergeht. Hierbei liegt eine Störung der Tränenbildung vor. Diese führt dazu, dass die Horn- und Bindehaut des Auges nicht mit genügend Feuchtigkeit versorgt werden. Die hieraus resultierende Augentrockenheit ist durch nachfolgende Anzeichen erkennbar:

  • rote, brennende oder stark juckende Augen
  • Fremdkörpergefühl im Auge (z. B. Sandkorngefühl)
  • müde Augen
  • zeitweise geschwollene Augenlider

Solltest du also die oben aufgeführten Symptome bei dir wahrnehmen, dann solltest du schnellstmöglichst einen Augenarzt aufsuchen. Denn es ist äußert wichtig, dass die Beschwerden behandelt werden. Ein gut funktionierender Tränenfilm wehrt nicht nur Krankheitserreger ab, sondern schützt und nährt die Hornhaut des Auges. Durch die Anwendung von feuchtigkeitsspendenden Augentropfen, Salben oder Augensprays kann der Tränenfilm ersetzt und die Beschwerden somit gelindert werden.

Tipps sowie vorbeugende Maßnahmen für Betroffene

Es gibt einige hilfreiche Tipps sowie vorbeugende Maßnahmen, die dir in diesem Zusammenhang dabei helfen können, frühzeitig und präventiv handeln zu können:

  • grundsätzlich gilt: Bei jeder Beschwerde oder Veränderung am Auge sofort einen Augenarzt aufzusuchen
  • Augenbeschwerden jeglicher Art bedürfen einer rechtzeitigen Behandlung durch einen Augenarzt
  • präventiv wirken: regelmäßige Bewegung an der frischen Luft sowie eine ausreichende Wasserzufuhr
  • bei Computerarbeiten stündlich 5-10 minütige Pausen einlegen – dabei so oft wie möglich blinzeln
  • Räume gut lüften
  • klimatisierte, verrauchte oder stark beheizte Räume möglichst meiden, ansonsten gründlich lüften oder mit Raumluftbefeuchtern ausstatten
  • wichtig als Kontaktlinsenträger: Zwischendurch auch mal eine Brille tragen sowie gut verträgliche Kontaktlinsen verwenden

Fazit- Psoriasis in den Augen: Worauf solltest du achten?

Wie du siehst, solltest du als Betroffener der Psoriasis sehr auf Zusatzerkrankungen achten. Dies betrifft nicht nur deine Haut oder Gelenke, sondern vor allem auch deine Augen. Denn wie du in unserem Artikel ,,Psoriasis in den Augen: Worauf solltest du achten?”erfahren konntest, kann eine Nichtbehandlung der Beschwerden zu schwerwiegenden Folgen führen. Daher ist es unabdingbar, dass du jede, auch wenn nur leichte Beschwerde oder Veränderung am Auge, ernstnimmst und ärztlich untersuchen lässt. Denn hier sind Früherkennung sowie Behandlung der Schlüssel zur Vermeidung möglicher Komplikationen.