Antioxidantien sind für den Körper unausweichlich. Sie beugen Krankheiten vor und schützen auch unsere Zellen. Besonders dann, wenn bereits eine Krankheit besteht, sollte auf sie nicht verzichtet werden. Antioxidantien können Krankheitssymptome lindern und gegen weitere Erkrankungen vorbeugen. Sie stärken das Immunsystem und schützen unseren Körper. Bei Psoriasis sind Antioxidantien somit unerlässlich, um die deine Krankheit lindern können.

Was genau sind Antioxidantien?

Antioxidans ist nicht gleich Antioxidans. Allerdings haben alle Antioxidantien einen Trick. Sie können oxidative, also schädliche, Substanzen abfangen und eliminieren. Dies bedeutet, dass sie freie Radikale, wie sie durch Zigaretten, Alkohol oder auch chronische Entzündungen in den Körper gelangen, abfangen und unschädlich machen. Dabei gibt es eine Vielzahl an Antioxidantien. Die bekanntesten sind natürlich Vitamin C und E. Doch auch Carotinoide zählen zu den Antioxidantien. Diese Radikalfänger sind in zahlreichen Lebensmitteln enthalten und können so unseren Körper sehr positiv beeinflussen.

Somit kommen die Radikalfänger in verschiedenen Verbindungen vor – als Vitamine, Carotinoide und als polyphenolische Antioxidantien.

  • Vitamin C kommt z.B in Erdbeeren, grünem Gemüse, Paprika u. v. m. vor.
  • Vitamin E beispielsweise in Rapsöl und Olivenöl,
  • Carotinoide sind etwa in Eiern, Karotten, Tomaten etc. enthalten.
  • Polyphenolische Antioxidantien finden sich in Granatäpfeln, Kakao, Rotwein, Tofu oder auch Tee und Oregano, Zimt sowie Obst.

Wir arbeiten die Antioxidantien?

Unser Körper wird regelrecht mit oxidativem Gift bombardiert. Umwelteinflüsse, Alkoholkonsum, Rauchen oder intensives Sonnenbaden wie auch Konservierungs- und Aromastoffe und chronische Entzündungen schaden unserem Körper und belasten ihn oxidativ.

Freie Radikale sind sehr gierig und haben im Molekül einen „Arm“ frei, mit dem sie den körpereigenen Molekülen ein Elektron entreißen können. Diesen Prozess bezeichnet man als Oxidation. Vor allem langfristig gesehen kann es dadurch zu schnellerer Hautalterung, Sehschwäche, Rheuma oder auch Krebs und Demenz führen.

Antioxidantien hingegen sind das Aufräumteam im Körper und gehen praktisch bei der Oxidation dazwischen. Sie sorgen dafür, dass die kleinen gierigen Radikale das Elektron nicht entreißen, sondern geben dieses freiwillig ab. Somit werden die freien Radikalen ruhig gestellt und unschädlich gemacht.

Wie können Antioxidantien die Schuppenflechte beeinflussen?

Psoriasis ist eine chronische Entzündungskrankheit der Haut, die aber auch andere Organe betreffen kann. Wie der Name Schuppenflechte schon sagt, geht die Krankheit mit vermehrter Schuppung einher. Zudem ist die Haut gerötet und ein starker Juckreiz tritt auf. Leider kann die Krankheit nicht geheilt werden. Allerdings gibt es zahlreiche natürliche Mittel, die dabei helfen, die Symptome der Schuppenflechte zu lindern.

So sind beispielsweise Antioxidantien besonders wichtig, um gegen die Symptome der Psoriasis vorzugehen. Sie haben zum einen den Effekt, dass sie Entzündungen reduzieren und zum anderen den Körper mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Die bekanntesten Antioxidantien sind Vitamin C und A. Aber auch Carotinoide oder polyphenolische Antioxidantien sind wichtig für den Körper und die Erkrankung.

Zudem lassen sich Patienten mit Schuppenflechte oft aus therapeutischen Gründen mit UV-Licht behandeln. Verschiedene Gemüsesorten, mit einem hohen Anteil an Antioxidantien können dann die Nebenwirkungen der UV-Bestrahlung abmildern. Denn eigentlich weiß jeder, dass UV-Strahlen nicht ganz ungefährlich sind. Hautkrebs und vorzeitige Hautalterung können die Folgen sein. Daher müssen sich Psoriasis Patienten gleich doppelt schützen.

Freie Radikale sind Zellkiller und fördern unter anderem auch Entzündungen im Körper. Doch auch die Zellschäden im Bindegewebe sind nicht von der Hand zu weisen. Da die kleinen gierigen Zellkiller auch die DNS schädigen und das Immunsystem schwächen, ist die Ernährung bei Schuppenflechte sehr wichtig.

Wer viel Obst und Gemüse mit einem hohen Anteil an Antioxidantien verzehrt, kann sich so besser vor erneuten Psoriasis Schüben schützen.

Welche Lebensmittel mit Antioxidantien bei Schuppenflechte?

Wer an Psoriasis leidet, weiß, dass die Lebensmittel einen großen Einfluss auf die Krankheit haben. Dabei ist es vor allem wichtig, sich gesund und ausgewogen zu ernähren und eventuell auch auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten. Die Ernährung bei Schuppenflechte ist daher ein sehr wichtiges Kriterium, damit die Schübe verhindert werden können.

Dabei spielen Antioxidantien eine große Rolle, da diese die schädlichen Radikale abfangen und so dazu beitragen, den Körper gesund zu halten. So ist zum Beispiel rotes Gemüse für die Psoriasis Ernährung von großer Bedeutung.

Karotten setzten beispielsweise Betacarotin frei. Auch Lycopin ist ein Antioxidans, welches in Tomaten, Paprika oder in roten Grapefruits vorkommt. In einer Studie wurde jedoch festgestellt, dass vor allem Konzentrate, wie Tomaten Ketchup oder Paprika Paste, Lycopin deutlich besser an die Haut abgeben können, als frisches Gemüse. Zudem sollten die Gemüsesorten immer mit ein wenig Öl verzehrt werden, da der Körper die Stoffe so besser verwerten kann.

Bei Schuppenflechte Schüben sollte weiterhin viel rotes Gemüse gegessen werden, da Lycopin ein besseres Antioxidans als Betacarotin ist. Auch Grüner Tee oder Granatapfelsaft können dabei helfen, die Schübe zu lindern.

Wenig Antioxidantien sind beispielsweise in Milchprodukten, Getreide und Fleisch enthalten. Da die Ernährung bei Schuppenflechte aber weitestgehend fleischlos sein sollte, ist dies auch nicht weiter schlimm. Wichtig sind vor allem Gemüse, Obst, Nüsse, Keimlinge und Wildpflanzen. Diese sind voller Antioxidantien und können so die Psoriasis Ernährung gut unterstützen.

Die unterschiedlichen Antioxidantien

Es gibt sehr viele verschiedene Antioxidantien. Während die einen sehr wirkungsvoll sind, haben die anderen eine deutlich geringere Wirkung. Doch auch sie sind gut und wichtig für unseren Körper. Jedes Antioxidans hat seinen eigenen Wirkungskreis.

  • So ist beispielsweise Vitamin C dafür da, um freie Radikale zu neutralisieren. Vitamin C ist z.B. in Zitrusfrüchten, Sanddorn und Hagebutten zu finden.
  • Die Spurenelementen Eisen, Selen und Zink haben ebenfalls eine antioxidative Wirkung. Diese kann sich aber nur dann entfalten, wenn sie als Bestandteil von Enzymen in Erscheinung treten.
  • OPC (Oligomere Proanthocyanidine) können die antioxidative Wirkung von Vitaminen verstärken. Sie werden aus sekundären Pflanzenstoffen aufgebaut und mit OPC kann Vitamin C 20 Mal stärker sein. OPC ist vor allem in Traubenkernen und Fruchtschalen enthalten.
  • In Knoblauch, Lauch und Zwiebeln ist Allicin enthalten. Dieses Antioxidans hat eine gefäßschützende Wirkung und beugt Herzinfarkten und Schlaganfällen vor.
  • Sulforaphan ist ein Antioxidans, welches in der Leber die körpereigenen Entgiftungs-Enzyme aktiviert. Diese stellen sich dann den freien Radikalen in den Weg. Sulforaphan ist für den Geschmack von Kresse und Radieschen verantwortlich und kommt außerdem in Brokkoli und Rosenkohl vor.
  • Zu weiteren Antioxidanten zählen auch Anthocyane, (Kirschen, Auberginen und Roten Beeren) und Glutathion, welches in Spargel, Spinat und Walnüssen vorkommt. Algen, Meeresfrüchte wie Lachsforelle enthalten Astaxanthin und Granatäpfel, Kirschen und Ananas sind voller Phenolsäure.

Wer seine Schuppenflechte Ernährung so anpasst, dass er von allen Obst- und Gemüsesorten etwas verzehrt, wird genügend Antioxidantien im Körper haben, die vor neuen Schüben schützen können.

Welche Aufgabe Antioxidantien noch haben

Antioxidantien haben zahlreiche Aufgaben im Körper. Dies liegt daran, dass es zum einen sehr viele verschiedene Antioxidantien gibt und zum anderen, dass sie alle unterschiedliche Aufgaben haben. Natürlich kann es auch zu einem sogenannten Mangel kommen, wenn nicht genug Lebensmittel mit Antioxidantien verzehrt werden. Ein solcher Mangel kann schwerwiegende Auswirkungen auf den ganzen Körper haben.

Allerdings muss das auch ein wenig relativiert werden. Glaubt man der Werbung, sind freie Radikal schuld an allen Erkrankungen. Ganz so ist dies natürlich nicht. Insbesondere ein Vitamin- und Mineralstoffmangel kann viele Erkrankungen entstehen lassen. Werden dann beispielsweise die freien Radikalen nicht abgefangen, verschlimmert sich alles noch. Die Kombination beider ist vor allem an einer Vielzahl an Erkrankungen das Problem. Doch auch Vorbelastungen oder ein geschädigtes Immunsystem können dazu beitragen, dass Folgekrankheiten entstehen können.

Wie oben bereits erwähnt gibt es eine Vielzahl an Antioxidantien, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen. So verjüngen sie nicht nur die Haut, sondern stärken auch die Knochen, Töten Viren und Bakterien ab und beugen gegen Krebs vor.

Jüngere Haut

Alkohol, Nikotin oder auch Sonneneinstrahlung lassen die Haut deutlich schneller altern. Wer Obst und Gemüse verzehrt, welches einen hohen Anteil an Antioxidantien hat, tut seiner Haut etwas Gutes. Dabei profitieren auch Erkrankungen wie Schuppenflechte von Antioxidantien. Sie fangen die freien Radikale ab, bevor diese die Collagen-Verbindung der Haut angreifen können. Zudem schützen sie die Haut, haben einen entzündungshemmenden Effekt und versorgen die Haut mit Nährstoffen.

Starke Knochen

Antioxidantien fangen aber nicht nur freie Radikale ab, sie stärken auch die Knochen. Während Milch viele Jahrzehnte als Knochenstärker galt, konnte belegt werden, dass Antioxidantien deutlich besser geeignet sind. Bohnen, Linsen oder Spinat versorgen die Knochen mit wichtigen Nährstoffen und beugen Entzündungskrankheiten wie Arthritis und Rheuma vor.

Konzentration verbessern

Da Antioxidantien auch die Blut-Hirn-Schranke überwinden können, schützen sie Gehirnzellen vor dem Alterungsprozess. Ein regelmäßiger Konsum von Paprika, Kurkuma oder Heidelbeeren kann die Konzentrationsfähigkeit verbessern und soll sogar vor Demenzerkrankungen schützen.

Krebsprävention

Freie Radikale verfügen in ihrer Struktur über eine Leerstelle. Diese füllen sie mit Elektronen des Körpers. Dabei können sich die Körperzellen so verändern, dass Tumore entstehen können. Da Antioxidantien den freien Radikalen das Elektron aber freiwillig abgeben, bleiben die Körperzellen intakt. Aus diesem Grund sollten mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag verzehrt werden. Nur so können die Antioxidantien gegen die freien Radikalen vorgehen und den Körper vor einer Krebserkrankung schützen.

Viren und Bakterien töten

Wie oben schon gesehen werden kann, halten Antioxidantien das Gehirn und das Immunsystem fit. Insbesondere Raucher oder Menschen, die viel Sonnenbaden oder Alkohol trinken, schwächen ihr körpereigenes Immunsystem signifikant. Damit dieses wieder in Balance gerät, sind frisches Obst und Gemüse unausweichlich. Dies bedeutet aber nicht, wer viel Obst isst, darf weiterhin Rauchen, Trinken und Sonnenbaden. Die Dosis macht das Gift und gerade hier sollte jeder an seine Gesundheit denken. Allerdings können Mandeln, Oliven, Paprika etc. die negativen Auswirkungen des schlechten Lebensstils etwas ausgleichen.

Antioxidantien sind also nicht nur für den Körper und zur Vorbeugung von Erkrankungen wichtig. Auch der Geist profitiert davon. Zudem können bestehende Krankheiten, wie etwa Schuppenflechte, abgemildert werden, da Entzündungen eingedämmt werden und die Haut einen besonderen Schutz erhält.

FAQ

Was sind Antioxidantien?

Antioxidantien fangen freie Radikale ab und machen sie unschädlich. Die gierigen freien Radikale entstehen durch oxidativen Stress. Doch auch Nikotin, Alkohol, Sonnenbaden sowie Umwelteinflüsse setzen freie Radikale frei. Dabei haben die freien Radikalen einen leeren Platz, den sie füllen, indem sie Elektronen der Zellen „klauen“. Antioxidantien hingegen geben diese Elektronen freiwillig an die freien Radikale ab, besänftigen sie und machen sie somit unschädlich.

Welches Gemüse enthält viele Antioxidantien?

Holunderbeeren, Cranberrys, Trockenpflaumen, Granatäpfel wie auch Heidelbeeren, Brombeeren, Acai-Beeren und Erdbeeren enthalten einen hohen Anteil an Antioxidantien. Bei Gemüse sind es vor allem Brokkoli, Spinat, Auberginen, Grünkohl und Karotten, die voller Antioxidantien stecken. In Kurzfassung kann gesagt werden, dass rote Beeren und grünes Gemüse ideal sind, um den Körper mit Antioxidantien zu versorgen. Probiere doch mal unseren antioxidativen Acai-Beeren Smoothie aus! (Springe zu Rezept)

Wie helfen Antioxidantien bei Schuppenflechte?

Antioxidantien haben viele gute Eigenschaften. Sie fangen nicht nur freie Radikale ab, sondern haben auch einen entzündungshemmenden Effekt. Somit können sie Erkrankungen wie Arthritis, Rheuma oder auch Psoriasis lindern und die Symptome deutlich verringern. Geheilt werden können die Erkrankungen aber leider nicht mit Antioxidantien.

Wie weiß ich, dass ich genügend Antioxidantien im Körper habe?

Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, muss sich darüber keine Gedanken machen. Wichtig ist vor allem, viel frisches Obst und Gemüse zu verzehren, damit der Körper nicht nur mit Antioxidantien versorgt wird, sondern auch mit Vitaminen und Mineralstoffen. Nur so kann das Immunsystem geschützt werden und der Körper kann von den wichtigen Nährstoffen profitieren.

Helfen Nahrungsergänzungsmittel, wenn ich kein Gemüse mag?

Bei Nahrungsergänzungsmitteln besteht das Problem, dass die Nährstoffe überdosiert werden können. Zudem geht es nicht nur um Antioxidantien und Nährstoffe. Künstlich hergestellte Vitamine sind selbstverständlich nicht so gut, wie die aus frischem Obst und Gemüse. Dies ist anhand von Vitamin C sehr einfach erklärt. Vitamin C ist nicht nur ein Vitamin, sondern besteht aus einer ganzen Gruppe. Bei künstlich hergestelltem Vitamin C wird aber nur ein geringer Teil der Gruppe hergestellt. Die anderen Komponenten, die vor allem in Kombination arbeiten, gibt es nicht.
Weiterhin fehlen die Pflanzenstoffe und weitere Inhaltsstoffe aus frischem Obst und Gemüse, damit der Körper wirklich profitieren kann. Natürlich kann zur Not ein Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Allerdings sollte hier niemals die Höchstdosis verzehrt werden, die auf der Verpackung angegeben ist. Denn auch durch die Nahrung werden Vitamine aufgenommen, wodurch es dann schnell zur Überdosierung kommen kann.

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Getränk Minzblatt
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Rezept: Acai-Beeren Smoothie

Antioxidativ, lecker als Nachtisch oder einfach für zwischendurch
Zubereitung10 Min.
Gericht: Frühstück, Kleinigkeit, Nachspeise
Land & Region: Ganzer Körper
Portionen: 2 Portionen

Equipment

  • Mixer

Zutaten

  • 150 g Erdbeeren frisch, Bio-Qualität
  • 150 g Himbeeren frisch, Bio-Qualität
  • 4 EL Acai-Pulver (oder 750 ml Acai Saft)
  • 1 Banane essreif, Bio-Qualität
  • 250 ml Wasser oder Mandelmilch
  • frische Minze und Heidelbeeren zum garnieren

Anleitung

  • Die Erdbeeren gründlich waschen und die Stängel abschneiden.
  • Die Himbeeren gründlich waschen und die Banane schälen.
  • Nun alle Zutaten im Mixer auf hoher Stufe vermixen bis eine cremige, einheitliche Masse entsteht.
  • Wenn du deinen Smoothie gerne kalt magst, gebe vor dem Mixen ein paar Eiswürfel hinzu.
  • Den fertigen Smoothie mit frischen Heidelbeeren und Minzblättern garnieren.

Notizen

Acai-Pulver oder Acai-Saft findet man in vielen Bio-Läden oder im Onlinehandel. 
Natürlich kann man für den Smoothie auch tiefgefrorene Erdbeeren und Himbeeren verwenden. Dann solltest du allerdings etwas weniger Wasser, bzw. Mandelmilch hinzugeben, damit der Smoothie nicht zu flüssig wird.
Guten Appetit!