Methotrexat ist ein wichtiger Wirkstoff bei der Behandlung von Krebserkrankungen, rheumatoider Arthritis, Schuppenflechte und entzündlichen Darmerkrankungen. Medikamente mit dem Wirkstoff Methotrexat weisen eine gute Verträglichkeit auf, solange eine konsequente und regelmäßige Einnahme erfolgt.

Wir beantworten dir im Folgenden sämtliche Fragen rund um den Wirkstoff Methotrexat –auch speziell in Hinsicht auf Schuppenflechte!

Was ist Methotrexat?

Methotrexat (Synonyme: Methotrexatum PhEur, Methotrexatum natricum, MTX) ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Zytostatika und Immunsupressiva. Ärzte setzen MTX als Basismedikament in der Therapie von Krebserkrankungen ein. In geringerer Dosis findet es Anwendung bei der Behandlung von chronisch-entzündlichen Erkrankungen.

Anwendungsgebiet von Methotrexat

Methotrexat ist das am häufigsten verwendete Medikament zur inneren Behandlung von

  • Krebserkrankungen,
  • entzündlichen Darmerkrankungen,
  • Psoriasis,
  • Psoriasis Arthritis sowie
  • rheumatoider Arthritis.

Medikamente mit dem Wirkstoff MTX sind verschreibungspflichtig. Du erhältst diese auf Rezept von einem Arzt und kannst sie in einer Apotheke kaufen.

Wie wirkt Methotrexat?

Methotrexat wirkt, indem es Entzündungsreaktionen hemmt und die Funktionen des Immunsystems reguliert. Ursprünglich entwickelten Mediziner das Medikament als Folsäureantagonist für die Behandlung von Krebserkrankungen. Mittlerweile setzen Ärzte den Wirkstoff in niedriger Dosis bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen ein.

Die entzündungshemmenden Effekte von Methotrexat basieren auf der Hemmung der Folsäure-Bildung im Körper. Dadurch fehlen dem Immunsystem die Zellen, die es zur Zellteilung benötigt. Akute Entzündungsreaktionen, wie sie bei entzündlichen Darmerkrankungen, Schuppenflechte und rheumatoider Arthritis vorliegen, werden dadurch unterdrückt.

Die Wirkung von Methotrexat tritt in den meisten Fällen erst nach vier bis acht Wochen ein.

MTX hemmt auch die Zellteilung gesunder Körperzellen. Um diesem Zustand entgegenzuwirken, nehmen Patienten während der Therapie zusätzlich Folinsäure zu sich.

Bei der Behandlung von Krebserkrankungen setzen Ärzte Methotrexat in einer deutlich höheren Dosierung ein. Das Medikament hemmt die Zellteilung und somit das schnelle Wachstum von Krebszellen und blockiert folglich das Wachstum der Tumore.

Was muss man bei der Einnahme von Methotrexat beachten?

Die konsequente und regelmäßige Anwendung ist bei einer Behandlung mit MTX ausschlaggebend. Die Vorgaben zur Einnahme von Methotrexat sind ungewöhnlich, für eine erfolgreiche Behandlung muss der Betroffene diese unbedingt einhalten.

Der Patient nimmt das Medikament in der Regel einmal in der Woche in Form einer Tablette oder Spritze ein. Eine zu hohe Dosis oder eine zu häufige Einnahme des Wirkstoffs kann zu schweren Nebenwirkungen führen.

Patienten mit Störungen der Leber- oder Nierenfunktion dürfen Medikamente mit dem Wirkstoff Methotrexat nicht einnehmen. Gleiches gilt für Schwangere, Menschen, die viel Alkohol trinken, und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.

Basismedikamente wie Hydroxychloroquin und diverse andere Medikamente, die zur Behandlung von Schuppenflechte und rheumatoider Arthritis eingenommen werden, dürfen nicht gleichzeitig mit Methotrexat zur Anwendung kommen.

Auch die Behandlung mit Lebendimpfstoffen und blutverdünnenden Mitteln kann in Kombination mit MTX zu schwerwiegenden Wechselwirkungen führen.

Methotrexat hat negativen Einfluss auf die Reaktionsfähigkeit, was in Hinsicht auf die Verkehrstüchtigkeit und der Bedienung von Maschinen berücksichtigt werden muss.

Welche Nebenwirkungen verursacht Methotrexat?

Wirksame Medikamente führen meist zu gewünschten Wirkungen, oftmals jedoch auch zu unerwünschten Nebenwirkungen. Abhängig sind die Nebenwirkungen häufig von der Dosis des Wirkstoffs und der Dauer der Behandlung.

Dein Arzt muss während der gesamten Behandlung prüfen, wie ihr das Therapieziel mit möglichst geringen Nebenwirkungen erreicht.

Zu den möglichen Nebenwirkungen von Methotrexat gehören:

  • Übelkeit,
  • Durchfall,
  • Entzündungen der Mund- und Darmschleimhaut,
  • Knochenmarkshemmung (sogenannte Knochenmarksdepression),
  • Appetitlosigkeit,
  • allgemeines Unwohlsein,
  • Infektanfälligkeit,
  • Müdigkeit,
  • Kopfschmerzen,
  • Anstieg der Leberwerte und/oder
  • Hautausschlag.

Die langfristige Einnahme von Methotrexat kann zu einer Fettleber oder Leberfibrose führen, in seltenen Fällen zur Verschlechterung der Nierenfunktion. Im Rahmen einer Behandlung mit MTX sind regelmäßige Kontrollen der Nieren- und Leberfunktion durch deinen Arzt unbedingt notwendig.

Behandlung von Schuppenflechte mit Methotrexat

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift und zu einer Überproduktion von neuen Hautzellen führt.

Methotrexat hilft, die Funktionen des Immunsystems zu regulieren und die übermäßige Zellteilung zu hemmen. Bei der Behandlung von Psoriasis und Psoriasis Arthritis wirkt der Wirkstoff gegen die Hautveränderungen und Gelenkentzündungen.

Das Medikament wird Patienten mit Schuppenflechte in der Regel einmal wöchentlich als Spritze oder Tablette verabreicht. Wichtig bei der Therapie mit Methotrexat ist, dass die Einnahme des Wirkstoffs regelmäßig und konstant erfolgen muss, anderenfalls drohen ernst zu nehmende Nebenwirkungen.

Patienten sehen erste Erfolge der Behandlung in der Regel vier bis acht Wochen nach der ersten Anwendung von Methotrexat. Einer langfristigen Therapie mittels MTX steht nichts entgegen, solange der Patient den Wirkstoff gut verträgt.

Regelmäßige Blutuntersuchungen sind dringend erforderlich, um Veränderungen an Leber, Nieren oder Knochenmark frühzeitig zu erkennen.

Methotrexat: Auf die Dosierung kommt es an

Ärzte setzen den Wirkstoff Methotrexat seit vielen Jahren erfolgreich bei der Behandlung von Schuppenflechte (Psoriasis), entzündlichen Darmerkrankungen und bei rheumatoider Arthritis ein. In einer erhöhten Dosierung ist MTX bei Krebserkrankungen wirksam.

Grundsätzlich zeigen Studien, dass Methotrexat eine gute Verträglichkeit aufweist – jedoch nur, solange die Behandlung konstant und regelmäßig erfolgt. Die Richtlinien zur Einnahme von MTX sind ungewöhnlich, für eine erfolgreiche Therapie muss der Patient diese unbedingt einhalten.

Der Patient nimmt das Medikament in der Regel einmal in der Woche ein. Eine zu hohe Dosis oder eine zu häufige Einnahme des Wirkstoffs kann zu zahlreichen schweren Nebenwirkungen führen.

Therapietreue, regelmäßige Kontrolluntersuchungen und eine gewissenhafte Befolgung der Richtlinien – wenn du diese Spielregeln einhältst, steht einer Therapie mit Methotrexat nichts im Wege.

Hast du bereits Erfahrung mit dem Wirkstoff Methotrexat? Wie hast du die Behandlung vertragen? Erzähl uns davon – wir sind gespannt!

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FAQ zu Methotrexat

Was ist Methotrexat?

Methotrexat (MTX) ist einer der wichtigsten Wirkstoffe aus der Gruppe der Immunsupressiva. Ärzte setzen Methotrexat in hoher Dosis bei der Behandlung von Krebserkrankungen ein, in niedrigerer Dosis kommt es bei der Behandlung von chronisch-entzündlichen Krankheiten zur Anwendung. Gute Erfolge erzielt das Medikament insbesondere bei Schuppenflechte, rheumatoider Arthritis und bei entzündlichen Darmerkrankungen.

Bei welchen Erkrankungen wird Methotrexat eingesetzt?

Methotrexat mit seinem Wirkstoff MTX wird bei vielen entzündlichen Erkrankungen, wie Krebserkrankungen, entzündlichen Darmerkrankungen, Psoriasis, Psoriasis Arthritis oder auch rheumatoider Arthritis eingesetzt.

Warum Folsäure bei Methotrexat?

Methotrexat (MTX) zeigt seine Wirkung, indem es die Folsäure-Bildung im Körper blockiert. Entzündungsreaktionen und damit verbundene Erkrankungen wie Schuppenflechte oder rheumatoide Arthritis werden gehemmt, da dem Immunsystem genau diese Zellteilung fehlt. Der Wirkstoff MTX unterscheidet jedoch nicht zwischen krankhaften und gesunden Körperzellen, sondern wirkt sich auch hemmend auf die Zellteilung gesunder Zellen aus. Patienten, die das Medikament Methotrexat einnehmen, sollten daher auf eine zusätzliche Zufuhr von Folsäure achten.

Wann wirkt Methotrexat?

Methotrexat (MTX) gehört zu einer Gruppe von langwirksamen Medikamenten. Es wirkt nicht sofort nach Einnahme, sondern erst nach einer gewissen Zeitspanne. Erste therapeutische Wirkungseffekte zeigen sich in der Regel nach vier bis acht Wochen. Ausgehend von der Dosis des Wirkstoffs und der zu behandelnden Krankheit treten entzündungshemmende Erfolge bereits früher oder erst später auf. Regelmäßige Blutuntersuchungen sind bei einer Behandlung mit MTX wichtig, um den innerlichen Wirkungsgrad zu bestimmen und um gegebenenfalls die Dosis anzupassen.

Wer kann mich beraten, ob Methotrexat das richtige Medikament für mich ist?

Sprich hier am besten mit dem Arzt deines Vertrauens. Er kenns sowohl dich als auch deine Krankheitsgeschichte und kann somit, gemeinsam mit dir, zielgerichtet die richtige Therapie auswählen. Beachte, dass Medikamente mit dem Wirkstoff MTX verschreibungspflichtig sind.

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Quellen:

Bourré-Tessier J., Haraoui B. (2010): „Methotrexate drug interactions in the treatment of rheumatoid arthritis: a systematic review“, in: Journal of Rheumatology. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20436072 (Zugriff am 08.08.2019)

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Schiemann U., Kellner H. (2002): „Gastrointestinale Nebenwirkungen der Therapie rheumatischer Erkrankungen“, in: Zeitschrift für Gastroenterologie. URL: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-2002-35412.pdf (Zugriff am 08.08.2019)

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