In Deutschland leidet etwa 10 Prozent der Bevölkerung an Migräne. Rund 70 Prozent der Deutschen leiden aber auch an vorrübergehenden oder anhaltenden Kopfschmerzen. Doch insbesondere Migräne ist für die Betroffenen teilweise sehr schlimm. So schlimm, dass sie oftmals nicht arbeiten gehen können und sich krankmelden müssen. Dabei kann ein Migräne Anfall bis zu 3 Tage dauern. Migräne tritt zudem auch als Begleiterscheinung bei Schuppenflechte Patienten oder Personen mit anderen Erkrankungen auf. Daher ist Mirgräne bei Schuppenflechte keine Seltenheit.

Was genau ist eine Migräne?

Migräne sind anfallsartige Kopfschmerzen, die in sehr unregelmäßigen Abständen auftreten. Während einige Betroffene nur ein oder zwei Anfälle pro Jahr haben, leiden andere mehrmals im Monat unter solchen Kopfschmerzen. Insbesondere bei Personen, die an unheilbaren Krankheiten leiden, kann Migräne als Begleiterscheinung auftreten. Daher leiden auch viele Patienten mit Psoriasis an Migräne.

Das Problem ist, dass eine Migräne meist sehr plötzlich auftritt, ohne dass es vorhersehbar ist. Nur wenige Betroffene können eine Migräne voraussagen. Bei etwa 30 Prozent der Patienten tritt die sogenannte Prodromalphase ein. Sie kann wenige Stunden bis Tage vorher auftreten. Während dieser Phase kann es zu depressiven Verstimmungen, Gereiztheit oder Unruhe kommen. Auch Heißhunger, Durst, Müdigkeit und Verstopfung können ein Anzeichen einer Migräne Attacke sein.

Zudem tritt bei rund 15 Prozent der Betroffenen im Anschluss eine sogenannte „Aura Phase“ auf. Sie ist mit neurologischen Reiz- und Ausfallerscheinungen verbunden, die in der Regel nur kurze Zeit andauern. Dies können beispielsweise Taubheit, Schwäche, Sehstörungen oder auch ein Kribbeln im Gesicht oder an den Extremitäten sein. Selbst Sprachstörungen oder Schwindel können Symptome dieser Aura Phase sein. Diese Phase kann bis zu einer Stunde dauern, danach kommt es meist zu Kopfschmerzen. Selten treten die Kopfschmerzen in der Aura Phase ein.

Welche Symptome treten bei einer Migräne auf?

Migräne Anfälle treten häufig nur auf einer Kopfseite auf. Sie sind pulsierend, stechend oder pochend und dauern unterschiedlich lange. Sie können von wenigen Stunden bis zu Tagen andauern. Vor allem bei Kindern oder Senioren, die unter diesen Kopfschmerzen leiden, sind die Anfälle häufig kurz.

Dabei geht ein Anfall sehr oft mit Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen einher. Auch sind die Betroffenen Lärm- und Lichtscheu und haben eine hohe Überempfindlichkeit gegenüber Gerüchen. Zudem verschlimmert jede Bewegung den Schmerz und in der Regel halten es die Patienten nur im Bett aus, da sie nicht mehr in der Lage sind, den Alltag zu bewältigen.

Weiterhin gibt es noch eine Sonderform der Migräne, die „Migräne mit Aura“, die auch klassische Migräne genannt wird. Bei dieser Form hat der Patient häufig Sehstörungen. Sie dauern bis zu 30 Minuten an und werden als „Aura“ bezeichnet.

Wer leidet besonders häufig unter Migräne?

Wie in Untersuchungen festgestellt wurde, leiden vor allem Frauen an Migräne. Rund 12 bis 14 Prozent der Frauen und 6 bis 8 Prozent der Männer sind von Migräne betroffen. Bei Klein- und Schulkindern sind rund 4 bis 5 Prozent betroffen. In der Regel treten die ersten Anfälle bei Frauen zwischen dem 12. und 16. Lebensjahr auf. Bei Männern zwischen dem 16. und 20. Lebensjahr. Im Alter zwischen 30 und 40 haben die Anfälle ihren Höhepunkt und klingen dann ab einem Alter von 55 langsam wieder ab.

Weiterhin wurde festgestellt, dass Jugendliche mit Schuppenflechte deutlich häufiger an Migräne leiden als Jugendliche, die nicht von Psoriasis betroffen sind. In einer Studie zwischen 1999 und 2014 wurden über 1700 Psoriasis Patienten mit leichter bis schwerer Schuppenflechte untersucht. Die Betroffenen waren alle zwischen 16 und 18 Jahren alt. Um ein genaueres Untersuchungsbild zu erhalten, wurden unter anderem fast 900.000 gesunde Menschen untersucht. Während bei nur 3,4 Prozent der gesunden Personen chronische Kopfschmerzen auftraten, waren es bei den Psoriasis Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Verlaufsform 8,1 Prozent.

Bei knapp 5 Prozent trat eine Migräne mit mittlerer Anfallshäufigkeit auf. Bei gesunden Menschen lag dieser Anteil nur bei 1,6 Prozent. Auch bei den leichten Migräne Anfällen konnte beobachtet werden, dass gesunde Testpersonen kaum darunter litten und nur 1,8 Prozent seltene Migräne Anfälle hatten. Bei den Psoriasis Patienten war es 3,4 Prozent.

Weshalb ist Migräne bei Schuppenflechte Betroffenen besonders häufig?

Migräne kann unter anderem durch Stress oder eine ungesunde Lebensweise auftreten. Zudem wird sie durch hormonelle Schwankungen stark beeinflusst. Weiterhin können auch entzündliche Prozesse Migräne auslösen und den Verlauf negativ beeinflussen.

Dabei gibt es zwischen Migräne und Schuppenflechte wahrscheinlich einen Zusammenhang. Dieser ist auf gemeinsame pathogenetische Mechanismen zurückzuführen, wie in einer Studie festgestellt wurde. In der Untersuchung wurden 68 Patienten gebeten, einen diagnostischen Fragebogen über Migräne zu beantworten. Hierbei konnte belegt werden, dass rund die Hälfte der Patienten mit Schuppenflechte an Migräne litt. Zudem zeigte sich, dass weitaus mehr Frauen mit Migräne zu kämpfen hatten als Männer (87,5 % Frauen, 12,5 % Männer). Weiterhin fiel auf, dass die Patienten mit Psoriasis häufig an der oben beschriebenen „Migräne mit Aura“ litten.

Weiterhin wurde in vielen Forschungen und Untersuchungen festgestellt, dass Migräne durch entzündliche Erkrankungen beeinflusst werden kann. Da Schuppenflechte mit Entzündungen einhergeht, aktivieren diese auch Migräne und somit kommt es dazu, dass vermehrt Patienten mit Schuppenflechte an Migräne leiden.

Doch auch Stress kann Migräne auslösen. Und jeder Psoriasis-Schub bedeutet Stress, der dann wiederum Migräneanfälle beeinflusst und dazu beiträgt, dass sie auftreten können. Gleiches gilt für eine ungesunde Lebensweise.

Welche Behandlungsmöglichkeiten für Migräne bei Schuppenflechte gibt es?

Leider kann eine Migräne nicht geheilt werden. Die Betroffenen können nur hoffen, dass es im Alter abflacht. Es gibt verschiedene Medikamente, die jedoch auch starke Nebenwirkungen aufweisen.

Behandlung bei starker Migräne

Bei einer starken Migräne werden in der Regel Triptane eingesetzt. Sie haben den großen Nachteil, dass sie zu Dauerkopfschmerzen führen können. Daher sollten diese Medikamente nicht häufiger als 8 bis 10 Mal pro Monat eingenommen werden.

Triptane sind jedoch die Wirkstoffe, die bei einer akuten Migräne Therapie besonders gut wirken. Sie können zudem gegen Übelkeit und Erbrechen vorgehen und diese Symptome deutlich lindern. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie auch die Schuppenflechte Symptome positiv beeinflussen können. Zu häufig eingenommen, lösen sie aber auch Dauerkopfschmerzen aus. Somit ist ein Medikament mit Triptanen nur im Notfall anzuwenden.

Zu den Triptanen zählen unter anderem auch Almotriptan, Eletriptan, Frovatriptan, Naratriptan, Rizatriptan, Sumatriptan, Zolmitriptan. Wer Medikamente gegen Cluster-Kopfschmerzen oder Migräne einnimmt, sollte also unbedingt darauf achten, welcher Wirkstoff enthalten ist.

Behandlung bei leichter Migräne oder Kopfschmerzen

Triptane helfen hingegen nicht bei anderen Arten von Kopfschmerzen. Sie sind im Grunde nur bei Migräne und Cluster-Kopfschmerzen einsetzbar, um die Symptome zu lindern. Bei Kopfschmerzen oder leichter Migräne sollte ein anderes Mittel vorgezogen werden.

Hier eignen sich Acetylsalicylsäure oder nicht steroidale Antirheumatika. Wie sich herausgestellt hat, wirken Brause- und Kautabletten besonders schnell und sind Kapseln oder Tabletten vorzuziehen. Sie sind frei in der Apotheke erhältlich und können ohne Rezept erworben werden. Doch auch hier gibt es natürlich Nachteile, da beispielsweise Acetylsalicylsäure wie auch Ibuprofen die Magenschleimhaut schädigen können.

CBD bei Migräne

Immer beliebter wird derzeit CBD (Cannabidiol). Dieser Wirkstoff wird aus der Hanfpflanze hergestellt und wirkt nicht berauschend. Er hat jedoch den besonders großen Vorteil, nahezu nebenwirkungsfrei Schmerzen zu bekämpfen. In vielen Foren und Gruppen ist zu lesen, dass Migräne hervorragend mit CBD behandelt werden kann.

Auch Psoriasis Symptome sollen signifikant reduziert werden. Cannabidiol hat den Vorteil, dass es entzündungshemmend und schmerzstillend wirkt. Weiterhin lindert es den Juckreiz, geht gegen Pilzerkrankungen vor und kann sogar bei Depressionen und Angststörungen sehr hilfreich eingesetzt werden. Insbesondere Depressionen und Angststörungen sind häufige Begleiterscheinungen bei Schuppenflechte und Migräne. Daher ist CBD ein ideales Mittel, um gleich alle Symptome zu lindern.

CBD ist ein wahrer Allrounder und kann innerlich wie auch äußerlich verwendet werden. So könnte bei Schuppenflechte und Migräne praktisch gegen zwei Beschwerden gleichzeitig vorgegangen werden. Während CBD eingenommen wird, kann Hanföl zur Hautpflege verwendet werden, um den Juckreiz zu lindern, Entzündungen vorzubeugen und die Haut mit wichtigen Nährstoffen zu pflegen.

CBD ist überall vollkommen legal erhältlich und es wird kein Rezept benötigt. Allerdings ist CBD in Apotheken extrem teuer, weshalb es in einem seriösen Onlineshop erworben werden sollte. Zudem ist die Beratung in den Shops signifikant besser, da Apotheker sich häufig noch gegen CBD wehren. Auch wenn CBD aus der Hanfpflanze gewonnen wird, wirkt es nicht berauschend! Hier muss sich also niemand Gedanken machen, dass er „high“ wird.

Die Ernährung bei Migräne und Schuppenflechte

Wer an Schuppenflechte leidet, weiß, wie wichtig die Ernährung ist. Gleiches gilt auch für Migräne. Es gibt Lebensmittel, die einen Migräne Anfall begünstigen können. Doch es gilt nicht für jeden Patienten. Während einige besonders auf Rotwein oder Käse reagieren, hat das bei anderen Betroffenen keinerlei Auswirkung. Aus diesem Grund kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden, welche Lebensmittel eine Migräne auslösen können. Dies muss jeder Betroffene selbst für sich herausfinden.

Wie aus unterschiedlichen Berichten hervorgeht, können neben Käse und Rotwein auch Joghurt und Milchprodukte im Allgemeinen einen Migräne Anfall begünstigen. Selbst Bananen lösen bei einigen Patienten eine Attacke aus. Auch Koffein kann die Migräne begünstigen und sogar das Gegenteil, ein Koffein Entzug kann für Kopfschmerzen und Migräne sorgen. Weiterhin können Glutamat, Konservierungsstoffe oder Speiseeis als Trigger Faktor gelten. Durch diese vielen unterschiedlichen Trigger muss also jeder für sich herausfinden, welches Lebensmittel oder welcher Stoff besser gemieden werden sollte, um eine Migräne Attacke zu verhindern.

Die sogenannte Migräne Diät ist zwecklos

Auch wenn immer wieder gelesen wird, dass bei Migräne eine Diät eingehalten werden sollte, ist dies vollkommen zwecklos. Es kann sogar Nachteile haben. Wichtiger ist ein Schmerz-Tagebuch zu führen und so herauszufinden, welche Lebensmittel einen Migräne Anfall auslösen. Dies ist bei jedem Migräne Patient unterschiedlich und sehr individuell. Daher ist eine spezielle Migräne Diät auch vollkommen sinnlos.

Besser wäre es hingegen keine Mahlzeiten auszulassen oder zu „hungern“. Denn auch dies kann bei einigen Betroffenen Attacken auslösen und so dazu führen, dass die Migräne schlimmer wird. Eine gesunde Ernährung ist, wie bei Schuppenflechte auch, das A und O.

FAQ

Was ist eine Migräne?

Eine Migräne ist ein sehr starker Kopfschmerz, der häufig nur auf einer Kopfseite auftritt. Oftmals geht Migräne mit Übelkeit, Erbrechen oder auch Sehstörungen einher. Eine Migräne kann von zwei Stunden bis zu mehreren Tagen andauern und der Betroffene ist meist nicht in der Lage, den Alltag zu bewältigen.

Kann ein Migräne Anfall vorhergesagt werden?

Einige Betroffenen spüren, wenn eine Attacke im Anmarsch ist. Bei vielen treten die Anfälle aber plötzlich auf. Wichtig ist hier sofortiges Handeln. Je später ein Medikament gegen Migräne eingenommen wird, desto schlechter wirkt es. Doch Vorsicht! Spezielle Migräne Medikamente dürfen nicht häufiger als 8 bis 10 Mal pro Monat eingenommen werden, da sonst Dauerkopfschmerzen auftreten können.

Ist eine Migräne eine Begleiterscheinung von Psoriasis?

Es ist zu vermuten, dass Migräne mit Psoriasis im Zusammenhang steht. Da Migräne durch entzündliche Prozesse im Körper gefördert wird, kann es bei Schuppenflechte Patienten häufig zu Migräne kommen. Dies belegen auch einige Studien.

Welche Medikamente gibt es gegen Migräne?

Medikamente mit Triptanen helfen bei Migräne sehr gut. Sie haben aber den Nachteil, dass sie starke Nebenwirkungen aufweisen. Daher dürfen sie nicht zu oft eingenommen werden. Leider gibt es sonst kaum Medikamente, die hilfreich eingesetzt werden können. CBD hat bei vielen Patienten eine gute Wirkung erzielt.

Kann CBD bei Migräne helfen?

CBD kann bei Migräne helfen, da der Wirkstoff schmerzlindernd wirkt. Allerdings muss hier eine individuelle Dosis gefunden werden, um die Symptome der Migräne zu lindern. Wer CBD bei Migräne einnehmen möchte, sollte sich vorher auf jeden Fall beraten lassen. Onlineshops, die Cannabidiol Tropfen verkaufen, bieten in der Regel auch eine Beratung per E-Mail, Chat oder Telefon an.