Wir wissen alle: Reisen ist wertvoll. Reisen mit Psoriasis besonders. Denn auf diese Weise kannst du deinen durch die Krankheit belasteten Alltag für eine Weile hinter dir lassen.

Jedoch bedeutet Reisen mit Schuppenflechte für die Betroffenen auch zusätzlich Stress. Dieser fängt schon bei der Wahl des geeigneten Reiseziels an und erstreckt sich über den gesamten Reisezeitraum hinweg.

Wir verraten dir, wie du auch mit Psoriasis im Gepäck einen möglichst stress- und sorgenfreien Urlaub erlebst.

Reisen ist wichtig bei Psoriasis

Urlaub machen ist wichtig für jedermanns seelisches und körperliches Wohlbefinden. Wir entfliehen auf diese Weise den alltäglichen Problemen, finden Ruhe und Entspannung und tanken vor allem wieder Kraft.

Dies gilt besonders auch für Menschen, die an Psoriasis leiden. Denn dadurch lassen sie ihre Erkrankung für eine Weile hinter sich und genießen das Leben von seiner schönen Seite. 

Im Vergleich zu nicht betroffenen Menschen, bedeutet Reisen mit Schuppenflechte jedoch auch Stress. Denn es gibt zahlreiche Reisevorkehrungen, die vor der Reise zu treffen sind, sowie auch diverse Dinge, die während der Reise unbedingt beachtet werden müssen. 

Reiseplanung: Gründliche und rechtzeitige Vorbereitung bei Psoriasis

Eins ist gewiss: Mit der richtigen Reiseplanung ist Vorfreude garantiert. Denn sind die Vorbereitungen erst abgeschlossen, kannst du dich völlig entspannt auf die wohlverdiente Pause für dich und deine Haut freuen.

Damit das Reisen mit Schuppenflechte tatsächlich zum Vergnügen wird, solltest du einige entscheidende Aspekte bei deiner Reiseplanung berücksichtigen. Dazu zählen beispielsweise die Frage nach dem besten Reiseziel, nach Impfungen, einer Reiseversicherung, notwendiger Arzneimittel sowie nicht zu vergessen, ein Gespräch mit deinem Hautarzt hinsichtlich der Behandlung deiner Haut im Urlaub.

Wie du siehst, stehen somit doch einige Punkte auf der „To-do-Liste“. Und um daher unnötigen Stress zu vermeiden, empfehlen wir dir, dir ausreichend Zeit für eine gründliche Vorbereitung zu nehmen.

Reiseziele: Wo geht die Reise mit Psoriasis hin?

Generell gilt auch für Betroffene von Psoriasis, dass du jeden Ort bereisen kannst, den du möchtest. Das Reiseziel soll und darf ruhig basierend auf den eigenen Interessen ausgewählt werden und nicht (ausschließlich) von der Schuppenflechte gelenkt werden.

Entscheidend ist lediglich, dass vorab eine gründliche Planung erfolgt, sowie bestimmte Vorkehrungen hinsichtlich der Psoriasis getroffen werden. Dazu zählen auch die Klimabedingungen des Reiseortes.  

Laut Ärzten und Wissenschaftlern sind Klima und Wetter nicht die Ursache von Schuppenflechte, sie können aber ein auslösender Faktor (Trigger) für Psoriasis sein. Besonders betroffen sind davon Patienten, die an Psoriasis-Arthritis leiden. Sie spüren das Wetter in Form von klimatischen Veränderungen anhand der Symptome ihrer Erkrankung.

Urlaub mit Wirkung: Klimatherapie

Aus diesem Grund wird die sogenannte Klimatherapie heutzutage im Rahmen von Kur- und Rehabilitationsmaßnahmen auch als wissenschaftlich anerkanntes Naturheilverfahren angewendet. Besonders gute und lindernde Effekte zeigt dabei die Behandlung von Atemwegs- und Hauterkrankungen – wie beispielsweise Schuppenflechte.

Als empfehlenswert für Betroffene gelten meist Reiseorte mit viel Sonne und salz- und mineralhaltigen Gewässern. Wichtig ist ein warmes und trockenes Klima. Hierzu zählen vor allem die Ost- und Nordsee oder auch das Mittelmeer.

Aber auch ein Ausflug in die Berge ist für dich möglich. Denn aufgrund der niedrigen Luftfeuchtigkeit ist auch das Hochgebirge als Urlaubsort bestens geeignet.

Mediziner empfehlen das Tote Meer mittlerweile sogar im Rahmen von medizinischen Badekuren vor Ort. Insbesondere die Zusammensetzung der Mineralstoffe des Toten Meeres und der sehr hohe Salzgehalt zeigen gute Ergebnisse bei der Behandlung von Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte (Psoriasis).

In jedem Fall sollten laut Fachleuten Gegenden mit extremer Kälte oder Hitze gemieden werden oder eben solche, die eine zu hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Dein Arzt kann dir hierzu weitere Informationen geben.

Impfungen und Prophylaxe: Nicht nur für Psoriatiker ein Muss!

Impfungen

In einigen Urlaubsorten herrscht ein stärkeres Infektionsrisiko. Daher ist es wichtig, dass du frühzeitig in Erfahrung bringst, ob für dein gewähltes Reiseziel bestimmte Impfungen notwendig sind.

Diesbezüglich können dir die Tropeninstitute oder auch die Deutsche Fachgesellschaft für Reisemedizin hierzulande weiterhelfen. Auch solltest du unbedingt abklären, ob deine Grundimmunisierung (wie beispielsweise Tetanus oder Diphtherie) vor Reisestart aufgefrischt werden muss. 

Beachte auch, dass eine Impfung in einigen Fällen als Trigger (auslösender Faktor) auch einen Schub auslösen kann. Daher solltest du dich unbedingt früh genug impfen lassen.

So wichtig Impfungen auch sind, so ist dabei jedoch auch große Vorsicht hinsichtlich der Art des Impfstoffs geboten. Dies gilt insbesondere bei der Einnahme von bestimmten Wirkstoffen im Rahmen der Behandlung deiner Psoriasis.

Denn Arzneimittel wie etwa Cyclosporin oder Methotrexat können das Immunsystem beeinträchtigen, wodurch ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Während Totimpfstoffe hier unbedenklich sind, ist von Lebendimpfstoffen bei einem geschwächten Immunsystem unbedingt abzuraten.

Du solltest daher unbedingt mit deinem Arzt besprechen, welche Impfungen, zu welchem Zeitpunkt für dich notwendig und vor allem geeignet sind.

Malariaprophylaxe

Befindet sich dein Urlaubsziel in einem subtropischen oder tropischen Gebiet, dann solltest du dich von deinem Arzt auf jeden Fall über eine mögliche Malariaprophylaxe beraten lassen. Leider gibt es keine Impfung gegen Malaria. Aber es gibt Arzneimittel, die vorbeugend eingenommen werden können – weitere Informationen erhältst du von deinem Arzt.

Beachte jedoch, dass diese, auch wenn nur sehr selten, einen Schub zur Folge haben können. Trage während deiner Urlaubszeit möglichst lange Kleidung, verwende Mückensprays sowie ein Moskitonetz. Auf diese Weise schützt du dich vor der Krankheit, die durch eine spezifische Stechmücke (Anopheles-Mücke) übertragen wird.

Reisen mit Psoriasis: Reiseversicherung und Co.

Was du vor deinem Urlaub unbedingt prüfen solltest, ist, ob deine deutsche Krankenversicherung auch in deinem Urlaubsziel Gültigkeit hat, oder ob du eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung benötigst.

Befindet sich das Reiseziel nicht innerhalb der EU, dann greift deine deutsche Krankenversicherung generell nicht. Hole dir diesbezüglich am besten direkt von deiner Krankenkasse die nötigen Informationen.

Bei den meisten Reisen in ein Nicht-EU-Land ist eine Auslandsreiseversicherung notwendig. Falls das auf dein Reiseziel zutreffen sollte, ist eine solche Versicherung unbedingt empfehlenswert. So werden im Falle des Falles die Kosten übernommen und du bleibst nicht auf den medizinischen Behandlungskosten im Ausland sitzen.

Zudem ist es sinnvoll, zu prüfen, ob eine Kostenübernahme im Falle einer Verschlechterung von chronischen Krankheiten stattfindet. Denn dies ist bei Psoriasis ja leider nichts Ungewöhnliches. 

Des Weiteren ist auch der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung zu empfehlen. Kannst du die Reise infolge unvorhersehbarer Gründe nicht antreten, weil sich beispielsweise deine Erkrankung verschlechtert, dann übernimmt die Reiserücktrittsversicherung Stornogebühren oder sogar den kompletten Preis der Reise.

Rücksprache mit deinem Arzt

Vor dem Reisen mit Schuppenflechte ist es sinnvoll, deinen behandelnden Arzt für ein klärendes Gespräch aufzusuchen. Dieser kann dir hinsichtlich bestehender Unsicherheiten oder auch offener und wichtiger Fragen Klarheit verschaffen.

Was du mit ihm primär besprechen solltest, ist der Umgang mit einem Schub im Urlaub. Denn schließlich kennt er dich und dein Krankheitsbild. Somit kann er dir für die Reise ein für dich wirkungsvolles Präparat verschreiben oder ein Schreiben in Bezug auf die richtigen Medikamente oder Behandlung für die Ärzte vor Ort aufsetzen.

Denke auch daran, die Kontaktdaten wie Telefonnummer oder E-Mail-Adresse deines behandelnden Arztes mitzunehmen, damit du ihn im Ernstfall kontaktieren kannst. 

Auf eigene Faust zu handeln und mit neuen Arzneimitteln oder Salben zu experimentieren, wäre in diesem Fall fatal. Denn hierdurch riskierst du eine Verschlechterung deiner Schuppenflechte, da die Wirkung der unbekannten Präparate ungewiss ist.

Medikamente und Co. auf Reisen mit Psoriasis

WICHTIG: Eine ausreichende Medikamentenversorgung

Eine ausreichende Versorgung mit den für dich notwendigen Medikamenten ist ein Muss.

Nimm diese am besten immer im Handgepäck mit, so bist du im Falle eines Verlustes deines Gepäcks auf der sicheren Seite. Es ist auch ratsam, vorsichtshalber eine größere Menge an Arzneimitteln mitzuführen, denn es kann immer zu einer ungeplanten Reiseverzögerung kommen oder wie oben bereits erwähnt, zu einem Verlust. 

Lass dir unter allen Umständen ein Attest von deinem Arzt für deine mitgeführten Arzneimittel ausstellen. Denn dieses erleichtert dir den Grenzübergang bei Reisen ins Ausland und du bekommst keine Probleme bei den Sicherheitskontrollen.

Besonderheiten: Transport und Lagerung von Medikamenten

Besondere Maßnahmen sind beim Mitführen von Spritzen oder Injektionshilfen zu beachten, vor allem dann, wenn du mit einem Flugzeug unterwegs bist. Neben einer ärztlichen Bescheinigung solltest du zudem die Fluggesellschaft darüber frühzeitig in Kenntnis setzen. Informiere dich auch über mögliche Richtlinien hinsichtlich der Mitnahme dieser Arzneimittel und des Transports im Handgepäck.

Musst du Arzneimittel mit in den Urlaub nehmen, die ständige Kühlung benötigen (wie beispielsweise Biologika), dann transportiere diese unbedingt in einer Kühltasche in deinem Handgepäck. Denn die Temperatur im Frachtraum ist für diese nicht geeignet. Diese Informationen solltest du der Fluggesellschaft im Vorfeld zukommen lassen und es zusätzlich im ärztlichen Attest vermerken lassen.

Solltest du eine Reise mit deinem Auto planen, dann ist hier eine elektrische Kühlbox für die Kühlung ideal. 

Falls sich dein Reiseziel in einer anderen Zeitzone befindet, dann musst du unbedingt die Zeitverschiebung bei deiner Medikamenteneinnahme berücksichtigen. Nur so bleibt die Wirkung der Arzneimittel bestehen. Daher ist es ratsam, gemeinsam mit deinem behandelnden Arzt einen Einnahmeplan für die gesamte Urlaubszeit zu erstellen.

Allgemeine Arzneimittel nicht vergessen

Neben deinen Arzneimitteln speziell für die Schuppenflechte, solltest du auch unbedingt an die allgemeinen Medikamente denken, um auf alles vorbereitet zu sein. Hierzu kannst du dich auch vom Apotheker deines Vertrauens beraten lassen. Dieser kann dir in Abhängigkeit deines Urlaubsziels dabei helfen, eine optimale Reiseapotheke zusammenstellen. 

In jedem Fall sollten jedoch die folgenden Arzneimittel in der allgemeinen Reiseapotheke nicht fehlen:

  • Präparate gegen Erbrechen, Durchfall und Übelkeit,
  • Präparate gegen Schmerzen und Fieber,
  • Fieberthermometer,
  • Desinfektionsmittel für die Haut,
  • Verbandszeug (wie beispielsweise Pflaster, sterile Wundkompressen, Mullbinden),
  • Mückenspray,
  • Moskitonetz,
  • juckreizstillendes Gel gegen Insektenstiche und
  • Sonnenschutzmittel (abhängig vom Reisegebiet).

Reisen mit Schuppenflechte: Achtsamkeit im Urlaub

Das Reiseziel ist festgelegt, die nötigen Absprachen mit Arzt und Apotheker sind getroffen, alle Fragen beantwortet und die Vorbereitungen abgeschlossen. Nun ist es soweit – der Urlaub kann kommen!

Damit all deine Mühen nicht unerwartet IM Urlaub in Stress übergehen, ist es wichtig, auch vor Ort auf einige Aspekte zu achten. So kannst du dazu beitragen, dass deine Symptome sich im Urlaub nicht verschlimmern.

Meide unbedingt Infektionen

Während deiner Reise solltest du dich besonders vor Infektionen in Acht nehmen – und das vor allem als Betroffener von Psoriasis. Denn durch die Einnahme spezifischer Medikamente bist du im Vergleich zu Nichtbetroffenen noch anfälliger für Infektionskrankheiten.

Und wer möchte schon ein paar Tage seines wohlverdienten Urlaubs für Magen- sowie Darm-Beschwerden oder gar Schlimmeres opfern.

Die nachfolgenden Maßnahmen helfen dir dabei, möglichen Infektionsgefahren entgegenzuwirken:

  • Meide Eiswürfel, Leitungswasser und Speiseeis.
  • Verwende für das Zähneputzen ausschließlich (abgefülltes) Trinkwasser.
  • Meide rohe sowie lauwarme Gerichte.
  • Obst und Gemüse vor dem Verzehr am besten schälen.
  • Regelmäßiges Händewaschen ist ein Muss.

Sollte es trotz alledem doch zu einer Infektion kommen, die Erbrechen oder Diarrhö zur Folge hat, dann bedenke, dass dies die Wirkung einiger Medikamente beeinflussen kann. Magen-Darm-Beschwerden mit Durchfall und/oder Erbrechen machen häufig eine neue oder auch zusätzliche Einnahme der Arzneimittel notwendig.

A und O bei Reisen mit Psoriasis: Sonnenschutz & kontrollierte Sonnenbäder

Entscheidest du dich für ein Urlaubsziel mit viel Sonnenschein, dann gilt für dich als Betroffenen von Schuppenflechte besondere Vorsicht. Mediziner bestätigen, dass Sonne einen positiven Einfluss auf Psoriasis hat, aber eben nur, wenn du sie in den richtigen Maßen genießt.

Daher ist diesbezüglich große Vorsicht geboten und vor allem auch immer an Sonnenschutz zu denken. Ansonsten läufst du Gefahr, durch übermäßige Sonnenbäder einen Sonnenbrand zu erleiden und somit deine Symptome zu verschlimmern. Und das kann schneller passieren, als du denkst.

Berücksichtige unbedingt, dass deine Haut aufgrund bestimmter Schuppenflechte-Medikamente (wie Salicylsäure, Methotrexat oder Cyclosporin A) lichtempfindlicher gegenüber der Sonne ist. Daher ist in diesem Fall noch größere Vorsicht geboten und Sonnenschutz für dich und deine Haut das A und O.

Ob dies auch auf deine individuellen Medikamente zutrifft, kannst und solltest du im Beipackzettel nachlesen oder deinen Arzt fragen.

Einige weitere Tipps und Hinweise:

  • Sonnenschutz mit einem hohen Lichtschutzfaktor verwenden.
  • Sonnenschutzmittel mindestens 30 Minuten und großzügig vor dem Sonnenbad auftragen.
  • Sonnenschutz mehrmals am Tag erneuern, insbesondere nach dem Schwitzen oder Baden.
  • Sonnenbäder während der Mittagszeit möglichst meiden.
  • Schatten bevorzugen, hierbei aber den Sonnenschutz nicht vergessen.
  • Lange Kleidung bietet zusätzlich einen hervorragenden Schutz.

Wusstest du, dass du dir ein Sonnenschutzöl oder eine Creme auch selbst herstellen kannst? Wir haben ein tolles DIY Rezept für ein Sonnenschutzöl LSF 25+ für dich – probiere es doch einmal aus! (Springe zu Rezept)

Was gibt es sonst noch unbedingt zu beachten?

Folglich noch einige weitere Tipps und Hinweise, die du berücksichtigen solltest:

Transportmittel

Achte beim Transportmittel auf genügend Beinfreiheit und ausreichende Bewegungsmöglichkeiten. Insbesondere bei Psoriasis-Arthritis ist das wichtig. Falls du mit dem Auto unterwegs bist, dann solltest du genügend Pausen einlegen und dir an der frischen Luft die Beine vertreten. Dasselbe gilt für Bahn und Flugzeug, beispielsweise indem du die Gänge auf- und abläufst.

Ernährung

Und auch wenn es gerade im Urlaub noch schwerer fällt als zu Hause: Verzichte auf Köstlichkeiten wie Desserts, Eis oder andere süße und deftige Delikatessen und achte stattdessen auf eine möglichst ausgewogene Ernährung.

Ernährung hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Symptome deiner Schuppenflechte, sowohl positiv als auch negativ. Dies bedeutet nicht, dass du auf die genannten Lebensmittel gänzlich verzichten musst, sondern dass du diese in Maßen genießen solltest.

Idealerweise steht während der gesamten Reisezeit gesunde und fettarme Ernährung mit vielen frischen Zutaten ganz oben auf deinem Speiseplan, dazu gehören beispielsweise Fisch, Obst und Gemüse.

Und nicht vergessen: ausreichend trinken, und zwar mindestens 1,5 Liter täglich! In wärmeren Regionen oder bei vielen Unternehmungen dementsprechend mehr. 

Kleidung

Achte während der gesamten Reisezeit darauf, möglichst bequeme Kleidung zu tragen, sodass deine Haut nicht durch zu enganliegende Sachen unnötig gereizt wird. Deine Kleidung sollte locker sitzen und atmungsaktiv sein, um deiner Haut auch in dieser Hinsicht eine „Verschnaufpause“ vom Alltag zu ermöglichen.

Stress

Vermeide unbedingt Stress während der gesamten Urlaubszeit. Denn wie bereits einleitend erwähnt, kann Stress neue Schübe hervorrufen. Aus diesem Grund gilt, alle Probleme und Strapazen deines alltäglichen Lebens, vor allem was die Psoriasis anbelangt, für die gesamte Zeit zu vergessen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

Konzentriere dich auf die neue Umgebung und die fremde Kultur, genieße das Wetter und lebe einfach im Moment. Denn so sieht ein wohltuender und stressfreier Urlaub aus! In deinem imaginären Koffer solltest du natürlich auch mit Techniken und Methoden zur Entspannung ausgestattet sein – sei es Yoga, Autogenes Training oder eine moderate Runde Sport.

Gründliche Vorbereitung garantiert Entspannung

Urlaub ist eine Wohltat für Körper und Seele – und das nicht nur für „gesunde“ Menschen. Betroffene von Schuppenflechte sollten sich bewusst machen, dass Reisen mit Psoriasis kein Tabu ist, sondern mit einigen Maßnahmen vor und während der Reise sehr gut umsetzbar ist. Diese sind jedoch wiederum notwendig, damit du einen weitestgehend stress- sowie sorgenfreien Urlaub genießen kannst.

Die Auswahl der möglichen Reiseziele für Betroffene von Psoriasis ist gar nicht so eingeschränkt, wie du vielleicht angenommen hattest. Informiere dich im Vorfeld gründlich über dein Reiseziel und den dort vorliegenden klimatischen Gegebenheiten. Diese sind entscheidend für dein Wohlbefinden und für den Verlauf deiner Schuppenflechte während des Urlaubs.

Sobald dein Urlaubsziel feststeht, solltest du dich unbedingt rechtzeitig um die Auslandsversicherung, Reiserücktrittsversicherung sowie Impfungen und die Prophylaxe kümmern.

Auch die Rücksprache mit deinem Arzt vor einem Urlaub ist sinnvoll. Er kann offene Fragen klären und dich optimal und individuell abgestimmt auf die Ausprägung und Symptome deiner Erkrankung beraten. Zudem kann er dir wichtige Handlungstipps für mögliche Komplikationen während der Reise geben. Hierdurch bist du in dieser Hinsicht auf der sicheren Seite und auf vieles vorbereitet.

Insgesamt ist jedoch anzumerken, dass die aufgeführten Tipps eher Orientierungshilfen für deine Reiseplanung darstellen, um dir diesen aufwendigen Ablauf zu erleichtern. Das bedeutet, dass du immer noch selbst für dich darüber entscheiden kannst und natürlich auch sollst, welche Vorkehrungen für dich relevant und notwendig sind.

Das A und O bei einem Urlaub mit Schuppenflechte ist eine frühzeitige und gute Reiseplanung sowie einige zu beachtende Aspekte während der Reise! Und deinem Urlaub steht am Ende nichts mehr im Wege.

Erzähle uns gerne auch von deinen Reise-Erfahrungen mit Schuppenflechte – wo warst du und wie sehen deine ultimativen Reise-Tipps aus? Komm auch in unsere Facebookgruppe und tausche dich mit anderen Betroffenen aus!

FAQ zu Reisen mit Schuppenflechte

Wohin mit Schuppenflechte verreisen?
Mediziner empfehlen Betroffenen von Psoriasis Reiseorte mit warmem und trockenem Klima. Ebenso sind Sonne und salz- und mineralhaltige Gewässer vorteilhaft. Dazu zählen beispielsweise das Tote Meer, die Ost- und Nordsee oder auch das Mittelmeer. Gut geeignet ist bedingt durch die niedrige Luftfeuchtigkeit auch Hochgebirge. Extreme Kälte und Hitze sollte jedoch gemieden werden.

Ist eine Auslandskrankenversicherung bei Psoriasis nötig?
Je nach Urlaubsziel ist eine Auslandskrankenversicherung nötig – dies betrifft insbesondere Länder außerhalb der EU. Im Falle der Notwendigkeit von medizinischer Versorgung übernimmt diese Versicherung die Kosten und dir bleiben die Behandlungskosten im Ausland erspart.

Arzneimittel im Koffer oder Handgepäck aufbewahren?
Eine ausreichende Menge deiner Medikamente im Handgepäck schützt dich beispielsweise bei ungeplanten Reiseverzögerungen oder bei Verlust deines Gepäcks. Informiere dich jedoch über die Richtlinien hinsichtlich der Mitnahme dieser Arzneimittel und des Transports im Handgepäck. Dein Arzt sollte dir zudem unbedingt ein Attest für diese Arzneimittel ausstellen.

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Quellen:

Carbajo J.M., Maraver F. (2018): „Salt water and skin interactions: new lines of evidence“, in: International Journal of biometeorology. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29675710/ (Zugriff am 04.01.2021)

Morer C., Roques Ch.-F., Françon A. et al (2017): „The role of mineral elements and other chemical compounds used in balneology: data from double-blind randomized clinical trials“, in: International Journal of biometeorology. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28849535/ (Zugriff am 04.01.2021)

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Natürlicher Sonnenschutz auf Basis pflanzlicher Öle schnell & einfach selbst hergestellt.
Herstellung10 Min.
Einwirkzeit10 Min.
Stil: Kosmetik
Portionen: 100 ml

Zutaten

  • 30 ml Kokosöl kaltgepresst
  • 30 ml Shea-Butter
  • 5 ml Karottensamenöl kaltgepresst
  • 30 ml Himbeersamenöl kaltgepresst
  • 2-3 ml Vitamin E
  • 30 Tropfen Ätherisches Öl

Anleitung

  • Gebe alle Zutaten in eine Schüssel.
  • Verrühre alles gründlichen mit einem Schneebesen, bis eine einheitliche Masse entsteht.
  • Fertig. Nun kannst du das Öl auf die Haut auftragen.

Notizen

 
Wichtig: Zum Sonnenschutz sollten die Öle nur in kaltgepresster Qualität verwendet werden.
Bei den ätherischen Ölen sind deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt, auf Zitrus-Öle solltest du jedoch verzichten. Die oben genannten Zutaten haben die folgenden Lichtschutzfaktoren:
  • Kokosöl: LSF 4 - 6 
  • Shea-Butter: LSF 4 - 6 
  • Karottensamenöl: LSF 35 - 40
  • Himbeersamenöl: LSF 25 - 50
Viel Spaß in der Sonne!