Plaque bezeichnet in der Medizin eine fleckenförmige, oftmals leicht erhabene Veränderung. Im Bereich der Dermatologie handelt es sich um flächige Hautveränderungen, wie bei der chronisch-entzündlichen Schuppenflechte (Plaque Psoriasis).

Wir erklären dir, was Plaque ist, wie es entsteht und wie Plaque im Rahmen einer Schuppenflechte behandelt wird.

Was ist Plaque?

Der Begriff Plaque stammt ursprünglich aus dem Französischen und bedeutet Platte oder Fleck.

Plaque ist das offensichtlichste Symptom einer Psoriasis vulgaris, die aus eben diesem Grund auch als Plaques-Psoriasis bezeichnet wird. Diese Form der Schuppenflechte ist mit rund 85 % die häufigste Form der Psoriasis.

Plaques sind in der Regel münz- bis handtellergroße Flecken, die sich scharf begrenzt, gerötet und meistens leicht erhaben auf der Haut zeigen. Bei einer Psoriasis vulgaris sind diese Hautveränderungen häufig an folgenden Stellen zu finden:

  • Ellenbogen,
  • Hände,
  • Knie,
  • Ohren,
  • Rücken
  • Kreuzbeinbereich und/oder
  • Kopfhaut.

Wie entsteht Plaque?

Bei der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung Schuppenflechte verursacht das eigene Immunsystem Entzündungen, indem es gesundes, körpereigenes Gewebe angreift. Diese entzündeten Hautstellen sind überzogen von silbrig-weißen Schuppen.

Diese Schuppenbildung entsteht durch eine übermäßige Produktion von neuen Hautzellen auf der oberen Hautschicht (Epidermis). Bei gesunden Menschen benötigen Hautzellen für die Hauterneuerung rund 25 bis 27 Tage, bei betroffenen von Schuppenflechte hingegen nur fünf bis sieben Tage. Durch diese Überproduktion von Hautzellen kommt es an den entzündeten Stellen zu Verdickungen, da benachbarte Hautzellen sich übereinander schieben und miteinander verkleben.

Am häufigsten betroffen sind die Streckseiten der Extremitäten, wie Ellenbogen und Knie, sowie die behaarte Kopfhaut (Psoriasis capitis). Plaque wird bei rund 70 der Betroffenen von einem starken Juckreiz, Brennen und schmerzhaften Hautrissen begleitet.

Was ist Psoriasis (Plaque-Psoriasis)?

Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die bis heute nicht heilbar, aber gut behandelbar ist. Die häufigste Form der Schuppenflechte ist mit rund 85 % die Psoriasis vulgaris (Plaque-Psoriasis).

Weitere Formen der Schuppenflechte sind beispielsweise:

Psoriasis: Ursachen

Bis heute sind die Ursachen der Schuppenflechte nicht vollständig geklärt. Fest scheint jedoch zu stehen, dass es sich um ein Zusammenspiel zweier Komponenten handelt.

Zum einen sehen Wissenschaftler und Mediziner eine genetische Veranlagung als sehr wahrscheinlich an. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Erkrankung Schuppenflechte vererbt wird, wohl aber, dass die Neigung dazu, an Psoriasis zu erkranken genetisch weitergereicht wird.

Zum anderen sind Auslöser (sogenannte Trigger) häufig dafür verantwortlich, dass die Schuppenflechte ausbricht. Bekannte Auslöser von Psoriasis vulgaris sind beispielsweise diverse Infektionen, Stress, Verletzungen und bestimmte Medikamente.

Psoriasis: Behandlung

Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) ist nicht heilbar, aber mittlerweile gut behandelbar. Die Dermatologie bietet dafür verschiedene Behandlungsansätze. Gemeinsam mit deinem Hautarzt gilt es entsprechend der Form und Ausprägung der Schuppenflechte die erfolgversprechendste Therapie zu finden.

Eine Lokaltherapie mittels Cremes, Salben, Lotionen, Badezusätzen und Shampoos kommt grundsätzlich bei allen Ausprägungen der Psoriasis vulgaris zur Anwendung. Darüber hinaus kann auch eine Lichttherapie in Form von Sonnenlicht oder Infrarotstrahlen oder auch eine Lasertherapie Linderung verschaffen.

Bei mittelschweren bis schweren Ausprägungen kommt häufig eine systemische Therapie unter Einsatz von Medikamenten wie Methotrexat, Fumarsäureester oder Biologika.

Leben mit Psoriasis

Jeder hat seine eigene Schuppenflechte – die Form und Ausprägung dieser Hautkrankheit ist individuell ebenso wie der Verlauf und die notwendige Therapie. Mediziner und Betroffene selbst nennen jedoch die folgenden Faktoren einer gesunden Lebensweise, die zu einer Verbesserung der Schuppenflechte führen:

  • gesunde und ausgewogene Ernährung,
  • ausreichend körperliche Bewegung,
  • Verzicht auf Alkohol und Zigaretten und
  • Reduzierung von Stress (beispielsweise durch Yoga oder Autogenes Training).

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Plaques – die offensichtlichen und belastenden Symptome einer Schuppenflechte

Schuppenflechte in jeglicher Form und Ausprägung stellt als chronisch-entzündliche Hauterkrankung an sich bereits eine Belastung für die Betroffenen dar. Zusätzlich verspüren viele der Patienten ein großes Schamgefühl, ausgelöst durch die verschiedenen Symptome der Psoriasis.

Die scharf begrenzten, rötlichen und erhabenen Krankheitsherde bei Psoriasis vulgaris sind überzogen von dichten, silbrig-weißen Schuppen. Betroffene haben oftmals Angst vor den Reaktionen ihrer Mitmenschen, nicht zuletzt, weil Unwissende Plaques irrtümlich für ein Zeichen einer ansteckenden Krankheit halten.

Alltägliche Dinge, wie beispielsweise der Besuch bei einem Friseur, stellen für Betroffene oftmals eine belastende und beängstigende Herausforderung dar.

Der Austausch mit anderen Patienten über Gefühle, Erfahrungen und praktische Probleme kann eine große Hilfe sein. Unsere Facebookgruppe ist die ideale Plattform dafür – wir freuen uns auf dich!

FAQ zu Plaque

Was wird als Plaque bezeichnet?

Als Plaque bezeichnen Mediziner münz- bis handtellergroße Flecken bei Hauterkrankungen wie Psoriasis vulgaris, die sich scharf begrenzt, gerötet und leicht erhaben auf den betroffenen Hautstellen zeigen. Der Name Plaque ist der französische Begriff für Platte oder Fleck. Bei der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) tritt Plaque häufig an Ellenbogen, Rücken, Knien, Ohren und Kopfhaut auf.

Wie gefährlich ist Psoriasis?

Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und bis heute nicht heilbar, aber gut behandelbar ist. Mit rund 85 % ist Psoriasis vulgaris die häufigste Form der Schuppenflechte. Die Medizin bietet Betroffenen heutzutage zahlreiche und gute Behandlungsmöglichkeiten, um die Symptome zu lindern. Betroffene können darüber hinaus auch selbst einen wertvollen Beitrag leisten, indem sie auf eine gesunde und bewusste Lebensweise achten und auslösende Faktoren (sogenannte Trigger) meiden. Eine ausgewogene und gezielte Ernährung, ausreichend körperliche Bewegung und bewusste Reduzierung von Stress sind hilfreiche Faktoren bei der Behandlung einer Schuppenflechte.

Was ist eine Plaquebildung?

Die Bildung von Plaque beruht auf einer fehlgeleiteten Reaktion unseres Körpers, bei der das Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreift. Die daraus resultierende übermäßige Produktion von neuen Hautzellen auf der Epidermis führt zu Verdickungen an den entzündeten Stellen, welche von silbrig-weißen Schuppen bedeckt werden. Häufig betroffen sind dabei die Streckseiten der Extremitäten, wie beispielsweise Ellenbogen und Knie, und die behaarte Kopfhaut.

 

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